Tausende Flüchtlinge fliehen aus brennendem Lager in Griechenland


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Nach der Schließung der Balkanroute wagen immer mehr verzweifelte Flüchtlinge die gefährliche Reise über das Mittelmeer. Hunderte Menschen ertrinken dadurch pro Woche an Europas Außengrenze. Im Norden Griechenlands bilden sich wiederum neue Flüchtlingslager – als Ersatz für das geschlossene Camp in Idomeni. Lesen Sie die aktuellen Entwicklungen der Flüchtlingskrise im News-Ticker von FOCUS Online.

Gerda Hasselfeldt fordert Kompromiss im Unions-Streit um Obergrenze

04.41 Uhr: CSU-Landesgruppenchefin Gerda Hasselfeldt hat einen Kompromiss zwischen CDU und CSU im Streit um die Obergrenze bei der Aufnahme von Flüchtlingen in Deutschland gefordert.

„In dem einem Punkt, wo CDU und CSU nicht beisammen sind, müssen wir jetzt zügig eine gemeinsame Sprachregelung finden“, sagte Hasselfeldt der in Düsseldorf erscheinenden Dienstagsausgabe der „Rheinischen Post“. „Ob Obergrenze, Richtwert oder Orientierungsgröße – CDU und CSU haben das gleiche Ziel: die Zahl der Flüchtlinge zu reduzieren und zu begrenzen.“

Feuer zerstört Flüchlingslager in Lesbos fast vollständig

04.09 Uhr: Ein Feuer im Flüchtlingslager “Moria” hat die griechische Insel Lesbos am Montagabend ins Chaos gestürzt. Die mehr als 3000 Flüchtlinge und Migranten, die sich im Lager aufhielten, flohen vor den Flammen. Ein Großteil des Hotspots soll nach Augenzeugenberichten den Flammen zum Opfer gefallen sein. Das Feuer konnte noch am Abend unter Kontrolle gebracht werden, verletzt wurde nach ersten Erkenntnissen niemand.

Schon in den vorhergehenden Tagen war die Situation auf Lesbos angespannt; mehr als 500 Bürger hatten am Wochenende gegen den überfüllten Hotspot protestiert, darunter auch Mitglieder der rechtsextremistischen griechischen Partei “Goldene Morgenröte”. Am Montag kam es dann in den Reihen der Flüchtlinge Krawalle und auch zu Brandstiftung, deren Ursache noch nicht endgültig feststehen.

Feuer in Flüchtlingslager: Polizei hat “keine Zweifel”, dass Feuer von Bewohnern gelegt wurde

Dienstag, 20. September, 00.01 Uhr: Tausende Flüchtlinge sind am Montagabend aus einem Lager auf der griechischen Insel Lesbos geflohen, nachdem die Einrichtung in Brand geraten war. Ein Polizeisprecher sagte der Nachrichtenagentur AFP, “zwischen 3000 und 4000” Flüchtlinge hätten das Lager von Moria verlassen. Demnach wurden rund 150 Minderjährige von dort in eine Einrichtung für Kinder auf der Insel gebracht. Die Polizei ging von gezielter Brandstiftung aus.

Er habe “keinen Zweifel” daran, dass das Feuer von den Bewohnern des Flüchtlingslagers gelegt wurde, sagte der Polizeivertreter. Seinen Angaben zufolge fachten starke Winde die Flammen immer wieder an, die Lage beschrieb er als “schwierig”. Durch das Feuer wurden Zelte und Container zerstört, unklar blieb aber zunächst, ob es auch Verletzte gab.

Moria gehört zu den größten Flüchtlingslagern des Landes. Schon in der Vergangenheit hatte es dort gebrannt, außerdem gab es immer wieder Zusammenstöße zwischen den Schutzsuchenden. Der Nachrichtenagentur ANA zufolge waren die Spannungen in Moria schon tagsüber am Montag hoch, denn in dem Lager machte das Gerücht die Runde, dass auf der Grundlage des Flüchtlingsabkommens mit Ankara eine Massenabschiebung von Schutzsuchenden in die Türkei bevorstehe.

Der Polizei zufolge bekamen die Beamten die Lage aber zunächst wieder in den Griff. Auf den Olivenhainen nahe des Lagers gab es zwei weitere Brände, die aber gelöscht werden konnten. Am Abend dann brach das Feuer in dem Lager aus.

Lage außer Kontrolle im Flüchtlingscamp

22.28 Uhr: Die Lage im Flüchtlingslager “Moria” auf der griechischen Insel Lesbos ist inzwischen außer Kontrolle, berichtete die Online-Zeitung “I Efimerida”. Bereits am frühen Abend war es im Hotspot zu Auseinandersetzungen zwischen Bewohnern mit verschiedenen Nationalitäten gekommen, berichtet die Nachrichtenagentur dpa. Dabei sei auch das Feuer gelegt worden.

Zunächst hätten die Sicherheitskräfte deshalb die Kinder in ein anderes Auffanglager gebracht, berichtete das Insel-Portal “Lesvos News”. Dann seien immer mehr Flüchtlinge aus dem Lager geflohen und hätten sich auf den Weg zur Inselhauptstadt Mytilini gemacht. Die Migranten fordern, nach Athen reisen zu dürfen.

Die Flüchtlinge werden in den griechischen Hotspots festgehalten, um im Rahmen des europäisch-türkischen Flüchtlingspakts zurück in die Türkei abgeschoben zu werden.

Tausende Flüchtlinge fliehen aus brennendem Lager in Griechenland

21.25 Uhr:  Wegen eines Feuers sind am Montagabend tausende Menschen aus einem Flüchtlingslager auf der griechischen Insel Lesbos geflohen. “Zwischen 3000 und 4000” Flüchtlinge hätten das Lager von Moria verlassen, sagte ein Polizeivertreter. Rund 150 Minderjährige, die in dem Lager untergebracht waren, wurden demnach in eine Einrichtung für Kinder auf der Insel gebracht. Starke Winde fachten das Feuer weiter an. Nach Polizeiangaben wurde es möglicherweise absichtlich gelegt.